Von links: Werner Heitmann (Leiter Marketing), Ulrich Behrendt, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes,
Manfred Kuntz (Key AccountManager), AlfonsWeinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes
Bayern, und Pedrag Skender (Vertriebsleiter Region Süd) bei der Scheckübergabe
Bamberg — „Einsatzkräfte der Feuerwehren werden in ihrem Dienst häufig mit Krankheit, Leid und Sterben konfrontiert“, sagte Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, als er im Rahmen einer Tagung im Hotel Residenzschloss 2500 Euro entgegennahm. Diese Summe stiftete das Unternehmen Dräger an die Stiftung „Hilfe für Helfer“ des Deutschen Feuerwehrverbandes.
Egal, ob es sich umehrenamtliche oder hauptberufliche Helfer handele: „Diese Erfahrungen belasten jeden außerordentlich“, so Weinzierl. Aus diesem Grund habe der Deutsche Feuerwehrverband nach dem großen Zugunglücks von Eschede die Stiftung ins Leben gerufen, um traumatisierten Feuerwehrleuten helfen zu können. Predrag Skender, Vertriebsleiter Region Süd bei Dräger, begründete das Engagement des Unternehmens für die Stiftung: Die Leitidee des Unternehmens sei "Technik für das Leben“. Doch die Vorteile innovativer Technik kämen im Rettungseinsatz erst dann zumTragen, wenn die Menschen dahinter mit den extremen Belastungen im Einsatz umgehen könnten. Deshalb unterstütze Dräger die Stiftung „Hilfe für Helfer“. Für jeden Teilnehmer, der an dem Bamberger Symposium teilnahm, spendete das Unternehmen 100 Euro. Das Geld soll für ein aktuelles Projekt eingesetzt werden: eine Schulungs-CD zum Thema „Einsatz mit Gefahrstoffen“.
Die Spendenübergabe bot Gelegenheit, eine „innovative Technik“, von der Predrag Skender gesprochen hatte, hautnah kennen zulernen. Dräger hatte eine Suite des Hotels völlig verdunkelt und mit Wärmebildkameras ausgestattet. Dort durften die Teilnehmer auf Entdeckungstour gehen – einer Fahrt in der Geisterbahn nicht
unähnlich. Im ersten Raum fand sich der Besucher in einem Badezimmer wieder,woman eine Frau (angekleidet) unter der Dusche ausmachen konnte. Was man im
Alltagsleben nicht unbedingt erkennen kann, machte die Wärmebildkamera sofort deutlich: ob jemand mit heißem oder mit kaltemWasser duscht. Im zweiten Raum waren verschiedene Wärmequellen wie etwa eine Wärmflasche aktiv. Hier galt es, einen Mann im Bett aufzuspüren. Der dritte Raum war nichts für Zartbesaitete. Beim Betreten stolperteman über eine Bar, hinter der eine Frau Getränke darbot. Völlig unvermutet saßen Personen im Raum, stand eine Zwei-Mann-Kapelle an der Wand, saß eine Frau auf einer Couch. Und um deren Hals bewegte sich etwas Längliches – eine Riesenschlange. EinigeTeilnehmer flüchteten Hals über Kopf. . .
Quelle: Fränkischer Tag - LFV Bayern e.V. 29.04.2008